26. December 2018 · Comments Off · Categories: Veranstaltungen

Am 26. und 27. Mai, 3 Wochen nach den Damen und unseren Masters, waren die Herren des gepflegten Posenangelns an der Reihe Ihr Können an gleichem Gewässer unter Beweis zu stellen (unsere 3 Karstens und ich). So wurde im Voraus schon geplant welche Montagen, welche Futter und welche Köder benötigt werden, um den Erfolg herauf zu beschwören. Als Unterkunft für alle Mann wurde, wie schon für die Masters, eine altbekannte mit gewissen Vorzügen gewählt. Das Wetter in dieser Woche war konstant sonnig und gleichbleibend hitzig. Somit waren diese Voraussetzungen nicht verkehrt. Einige Sportsfreunde hatten sich bereits unter der Woche zum Trainig eingefunden, während der Rest beruflich oder familiärbedingt erst am Freitag anreisten. Mit den Versuchen, wertvolle Tipps den Trainierten zu entlocken, wurde der erste Angeltag vorbereitet.

So begann der erste Durchgang. Die Köder wurden eingesammelt, die Angelplätze bezogen und alles Notwendige aufgebaut und vorbereitet. Zum Einsatz kam alles, was die Posen ins Wasser bringen: die Stange, die kurzen Ruten und Matchruten, vermutlich auch vereinzelt die Bolos. Platzabhängig haben sich die Fische recht schnell eingefunden, fast alle Teilnehmer hatten aber mit einer Art so Ihre Erfahrungen machen müssen: der Grundel. Da sich diese Art invasiv verbreitet, galt es diese dem Gewässer zu entnehmen. Viel Gewicht brachten sie jedoch nur in großer Stückzahl und durch das großflächige Fehlen dieser Art in unseren Breiten waren wir nicht optimal eingestellt. Aber auch ohne die Kleinen gefräßigen Grundbewohner konnten wir unsere Fische fangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei mir wurde es mal so richtig spannend: der Durchgang geht geschlagene 4 Stunden. Also genügend Zeit für die Fische den Futterplatz zu finden und eine der angebotenen Ködervariationen zu fressen. Ein paar Grundeln und eine Güster haben das auch innerhalb von 3 Stunden und 56 Minuten geschafft. Geschätzte 3 Minuten vor dem Ende des Durchganges ging die Pose nochmals auf Tauchfahrt, der folgende Anhieb saß und voller Erschrecken gab es vehementen Widerstand am anderen Ende. Der Schrecken fuhr mir in alle Gliedmaßen, da die Zeit nur noch sehr kurz und der Gegner ausdauernd war ! So kam es dann, dass ich doch 3 Anläufe brauchte, bis die Bonus-Brasse den Weg in den Kescher gefunden hat. Nur Augenblicke später wurde der 1. Tag beendet.

Die ersten durch die sozialen Medien verbreiteten Ergebnisse waren dann auch Gesprächsthema beim Treffen an der Unterkunft. Dort wurden die vergangenen 4 Stunden ausgwertet und die nächsten wieder vorbereitet. Nach ausgelassenen und heiteren Gesprächen mit Gutem vom Grill ging es dem Abend entgegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 2. Tag ging es um Ergebnisverbesserung bzw. in meinem Fall eine erneut gute Leistungserbringung. Leider liegen Wunsch und Wirklichkeit immer ein Stück weit auseinander, so auch bei uns. Bei einigen fanden sich weniger, zum Teil auch gar keine Fische ein. Das ist natürlich nicht das Ziel einer Teilnahme, kommt in den letzten Veranstaltungen aber schon häufiger vor. Ich hatte meine Taktik vom Vortag nochmals überdacht und eine andere Futterstrategie gewählt, die sich als goldrichtig erweisen sollte. Die Zielfische standen nicht Schlange, haben sich dennoch hin und wieder zu meinem Köder verirrt. So erhoffte ich mir ein ebenso gutes Ergebnis wie am ersten Tag. Die folgende Auswertung sollte es zeigen…

Nach einer guten Stärkung trafen sich alle Teilnehmer im Vereinsheim des ortsansässigen Angelvereins zur Gesamtauswertung der beiden Durchgänge. Durch die sehr unterschiedlichen Ergebnisse der jeweiligen Angeltage konnte man sich durchaus mit einem schlechteren und einem guten Ergebnis relativ weit vorne einreihen. So war es auch spannend zu erfahren, wohin mich die beiden guten Einzelergebnisse im Ranking gebracht haben. Dann stand es fest: in Summe konnte ich mich unter die Top 10 angeln und damit mein persönlich bestes Ergebnis bei einer Gemeinschaftsveranstaltung erreichen ! Die Ungläubigkeit des Ergebnisses stand mir förmlich ins Gesicht geschrieben.

 

 

 

 

 

Als Resultat gab es eine Einladung des Bundestrainers zur Sichtung und der Möglichkeit, mich zu einer internationalen Veranstaltung weiter zu qualifizieren.

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